ADR-News

Aufbaukurs Mediation – Jetzt anmelden! (Frühbucherrabatt bis 15.06.2016)

Aufbaukurs Mediation – Jetzt anmelden (Frühbucherrabatt bis 15.06.2016)!

  • 6 Seminarblöcke sowie Supervision, Intervision und Hospitation mit einem Gesamtumfang von insg. 93+2 Std. (Zeitstunden 60 min) im Zeitraum von Nov. 2016 bis Juni 2017. Der Kurs entspricht den Ausbildungserfordernissen für Rechtsanwälte und Steuerberater und orientiert sich (aufbauend auf dem Grundkurs) an den inhaltlichen Standards und Zertifizierungsvoraussetzungen (s.u.) des Bundesverbandes Mediation (BM) und des Bundesverbandes Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt (BMWA).
  • Transdisziplinäre Lehrinhalte, intensives Training bei hoher Methodenvielfalt; Ausbildung in einer kleinen überschaubaren Gruppe von max. 16 Personen.
  • Hoher Praxisbezug: Die Ausbildung basiert auf der Erfahrung mehrerer Tausend Praxisfälle der BMWA-Lehrtrainer/BM-Ausbilder sowie der täglichen Arbeit der Mediations- und Konfliktschlichtungsstelle Waage Hannover e.V. Die Ausbildung beinhaltet das Angebot der Hospitation – insg. 3 Std. – innerhalb der Büro- und Arbeitszeiten der Waage.
  • Zusätzliche Konsultation und Betreuung der Teilnehmer, die eine Abschlussarbeit einreichen wollen (notwendig für das Hochschulzertifikat sowie die BMWA-Zertifizierung)
  • Die Ausbildung ist berufsgruppenübergreifend und interdisziplinär konzipiert, sie richtet sich an Ärzte und Fach- und Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen, an Rechtsanwälte und andere Juristen, Steuerberater und Betriebswirte, Führungskräfte und Personalverantwortliche in Unternehmen und Verwaltungen, an Sozialarbeiter, Psychologen und Angehörige anderer psychosozialer Berufsgruppen, Lehrkräfte, Gemeindemitarbeiter etc.
  • Die Teilnehmer/innen erhalten eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung sowie bei Anfertigung einer Abschlussarbeit und der erfolgreichen Teilnahme am Kolloquium das Zertifikat „Mediation und Konfliktschlichtung“ der Hochschule Hannover (ZSW). Auf Grundlage der Abschlussarbeit und Prüfung der Dokumentation von 4 Mediationsfällen kann durch das SIMK auch die Anerkennung als BMWA-Mediator® erfolgen.

Weitere Informationen, Programm und Anmeldeformular.

18. Juni – Tag der Mediation,

Am 18. Juni ist (wieder) der Tag der Mediation, der von den großen deutschsprachigen Mediationsverbänden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Rahmen der „Wiener Erklärung“ von 2013 ins Leben gerufen wurde

Mediation, das bedeutet die Klärung von Konflikten in einem strukturierten Verfahren mit Hilfe von unparteiischen, neutral-allparteilichen Dritten. Deren Aufgabe ist die Schaffung eines geeigneten Rahmens zur Konfliktlösung, während die Streitparteien für die Inhalte des Lösungsprozesses verantwortlich sind (→ hierzu siehe Glossar) . Mediation stellt damit eine sehr erfolgreiche Methode dar, um Klarheit in Konflikten zu finden und gemeinsame Lösungsansätze zu erarbeiten.

Bei bestehenden Konflikten helfen die Mediationsverbände, einen Überblick über mögliche MediatorInnen zu schaffen und bei Bedarf den geeigneten Mediator zu finden. Die deutschen Mediationsverbände, die Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation (BAFM), der Bundesverband Mediation (BM) und der Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt (BMWA) gewährleisten durch ihre hohen Ausbildungsstandards und ihre Zertifizierungsverfahren eine besondere Qualität des Mediationsverfahrens.

Bei SIMK sowie den Regionalgruppen der Bundesverbände BMWA, BAFM und BM können Sie sich weiter über das Thema Mediation informieren und Fragen zum Mediationsprozess sowie Fortbildungsmöglichkeiten erhalten.

Verbraucherstreitbeilegungsgesetz tritt zum 1.4.2016 in Kraft

Kein Aprilscherz: Das Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie über alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten über Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten – VSBG) vom 19.2.2016 wurde am 25.2.2016 im Bundesgesetzblatt (BGBl. I Nr. 9/2016 S. 254) verkündet und tritt mit seinen wesentlichen Inhalten am 1. April 2016 in Kraft. Die Informationspflicht für Händler nach §§ 36 f. VSBG gilt ab dem 1. Februar 2017.

Gegenstand des Verbraucherstreitbeilegungsgesetz sind vor allem Streitigkeiten aus „Kaufverträgen“ oder „Dienstleistungsverträgen“. Mediation ist als Verfahren zwar nicht ausgeschlossen (vgl. § 18 VSBG), allerdings wird es es sich bei dem Streitbeilegungsverfahrens nach §§ 11 ff. VSBG vornehmlich um ein (schriftlich durchgeführtes) Schlichtungsverfahren nach Aktenlage einschließlich eines Schlichtungsvorschlages (§ 19 VSBG) handeln.

Zum Inhalt des Gesetzes und die daran anschließende Kritik siehe → die News vom 9.12.2015 und News vom 30.09.2015.

Ebenso zum 1.4. in Kraft tritt die Verbraucherstreitbeilegungs-Informationspflichtenverordnung (VSBInfoV; verkündet am 7. 3.2016, BGBl 2016, S. 326 ff. ), die u.a. die Anforderungen an den Antrag auf Anerkennung als private Verbraucherschlichtungsstelle regelt.

 

Mediationskostenhilfe in Familiensachen – Berlin startet Modellprojekt

Der durch das GG garantierte Rechtsschutz verlangt, dass eine Prozessführung  nicht an fehlenden finanziellen Mitteln einer Partei scheitert darf, weshalb mit der Prozesskostenhilfe (PKH) (§§ 114 ff. ZPO) bzw. der Verfahrenskostenhilfe (§§ 76 ff. FamFG) eine Form rechtsbezogener Sozialhilfe zur Verfügung steht (hierzu Trenczek et al. Grundzüge des Rechts, 4. Aufl. 2014, Kap. I-5.3.3). Eine großer Kritikpunkt bei Verabschiedung des deutschen Mediationsgesetzes (2012) war, dass keine vergleichbare Form der Mediationskostenhilfe vorgesehen war.

Nun sollen in Berlin in einem Pilotprojekt erkundet werden, wie sich eine Mediationskostenhilfe in Familienstreitigkeiten auswirken, um diese ohne Gerichtsurteil klären zu lassen. Anliegen sei es, mit einer Mediation einen aufreibenden und teuren Rosenkrieg bei der Trennung von Paaren zu vermeiden, sagte Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Es sei besser, in Gesprächen mit professioneller Unterstützung gerade einvernehmliche Lösungen zum Wohle betroffener Kinder zu finden. Familien mit wenig Einkommen sollen finanzielle Hilfen erhalten, wenn sie sich für diese Alternative entscheiden. Dafür stehen in diesem Jahr 100 000 Euro bereit, 2017 ist dieselbe Summe eingeplant.

Derzeit landen bei den Berliner Familiengerichten im Jahr rund 9000 Verfahren, in denen es allein um das Sorge- oder Umgangsrecht geht. Ein Großteil der Streitparteien erhält hier Prozesskostenhilfe. Schwelende Grundkonflikte oder emotionale Verwerfungen bei den Eltern ließen sich aber kaum durch Gerichtsentscheide klären, sagte der Senator. Oft gebe es nach einem Urteil neue Konflikte und Verfahren. Eine professionelle Mediation biete hingegen die Chance, die Situation auf lange Sicht zu beruhigen. Zunächst schlage das Gericht dem Paar vor, die strittigen Fragen in einer Mediation zu lösen, unterstrich Heilmann. Wenn Bereitschaft signalisiert werde, übernehme eine Arbeitsgemeinschaft aus erfahrenen Mediatoren, Anwälten und Psychologen als Projektträger die Gespräche. Pro Fall seien etwa zehn Gespräche geplant.

Quelle: BIGFAM – Berliner Mediationszentrale e.V. (BMZ) und Zusammenwirken im Familienkonflikt – Interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft e. V.

Waage Hannover feiert 25jähriges Jubiläum

Die Waage Hannover e.V.  feierte am Montag, den 29.02.2016, ab 16.00 Uhr in ihren neuen Büros in der Friesenstr. 14  ihr 25jähriges Jubiläum. Eingeladen waren Kooperationspartner, Freunde, Sponsoren und Förderer, Alumni sowie Mitglieder. Mehr als 125 Gäste kamen und feierten zusammen ein schönes Fest (zu ersten Eindücken siehe → hier). Prof. Trenczek ist Grunddungsmitglied und  als 1. Vorsitzender ehrenamtlich für die Waage Hannover tätig.

Mediation und TOA – Wesensmerkmale und fachliche Standards

Im Heft 1/2016 der Zeitschrift für Konfliktmanagement ist ein neuer Beitrag des SIMK zum Thema Mediation und Täter-Opfer-Ausgleich. Wesensmerkmale und fachliche Standards;  erschienen. (ZKM 1/2016, S. 4 – 8). Zu weiteren Veröffentlichungen siehe → hier.