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Supervisorische Praxisreflexion 2022

Supervisorische Praxisreflexion und interne Weiterbildung für BMWA-Mediator*innen:
Das SIMK veranstaltet für die BMWA-zertifizierten Mediatoren in Niedersachsen idR 4 mal im Jahr eine supervisorische Fall- und Praxisreflexion/Fortbildung. Die nächsten Treffen finden am

  • Fr. 11.02.2022
  • Mo. 04.04.2022
  • Mo. 18.07.2022

statt (weitere Termine für 2022 werden voraussichtlich im dritten oder vierten Quartal angeboten). Aufgrund der derzeitigen Corona-Regelungen wird die Sitzung bis auf Weiteres über BigBlueButton in einem DGSVO-konformen Online-Besprechungsraum stattfinden.
Der Teilnehmer*innenkreis ist auf maximal 8 Personen begrenzt. Teilnahme nur nach Anmeldung möglich. Bei Interesse können sich BMWA-zertifzierte Mediatoren an Prof. Trenczek wenden.

Für BMWA-Mitglieder bietet Prof. Trenczek/SIMK auch Einzelsupervisionen im Hinblick auf §§ 5 f MediationsG/ZMediatAusbV an. Termine und Kosten auf Anfrage.

10.12. – (k)ein Grund zum Feiern?

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR; UN-Doc. 217/A-(III)), auch UN-Menschenrechtscharta genannt, ist eine völkerrechtlich/innerstaatlich nicht bindende Empfehlung der Vereinten Nationen zu den allgemeinen Grundsätzen der Menschenrechte. Sie wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris verkündet. In ihr heißt es zB in Art. 1: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Zum verbindlichen Völkerrecht gehören allerdings eine Reihe von Menschenrechtsabkommen, insb. die beiden Internationalen Pakte über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR) sowie über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von 1966 (ICESCR, beide in Kraft seit 1976) sowie die diese Pakte ergänzenden (sog. Fakultativ-)Protokolle (von 1976 und 1989), die an Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) anknüpfen. Zum Völkerrecht zählt zudem die 1950 durch die Mitglieder des Europarates beschlossene Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (sog. Europäische Menschenrechtskonvention – EMRK), die in Deutschland im Jahr 1953 im Rang eines Bundesgesetzes (vgl. BVerfG 2 BvR 2365 / 09 – 04.05.2011) in Kraft getreten ist

Der 10. Dezember als Tag der Verkündung der AEMR wird seit 1948 als Internationaler Tag der Menschenrechte begangen.

Die in der AEMR verankerten Rechte sind leider – wie der Blick in die Welt zeigt –  offensichtlich nicht selbstverständlich, sondern müssen immer wieder eingefordert und ins Bewusstsein von Regierungen und einer breiten Öffentlichkeit gerückt werden. Dies ist ein wesentlicher Teil der Arbeit von Amnesty International (ai). Die Arbeit von ai ist aktuell besonders notwendig und dringend (deshalb führt ai z.B. sog. urgent actions Kampagnen durch) z.B. bzgl. Afghanistan, Belarus, China, Eritrea, Griechenland, Guatemala, Kroatien, Myanmar, Polen, Russland, Ungarn, …… (leider ist diese Aufzählung nicht abschließend und auch die EU tritt den schweren Menschenrechtsverletzungen an ihren Außengrenzen nicht entschlossen entgegen). Vielleicht finden Sie nicht nur am 10.12. Zeit zum Feiern, zum Nachdenken und zum Mitmachen bei einer → ai-Kampagne oder einer ai-Ortsgruppe (→ Mitmachen).

Funktionaler Mediatorenbegriff – Vortrag BMJV am 16.11.2021 und Interview

Die Folien des von Prof. Trenczek gehaltenen Vortrags auf der online-Konferenz des BMJV am 16.11.2021 stehen hier → Funktionaler Mediatorenbegriff_SIMK-Trenczek zum Download zur Verfügung.

In der Zwischenzeit wurde zu diesem Thema mit Prof. Trenczek ein Interview im Rahmen der Podcast-Reihe durch Dr. Sascha Weigel (Inkovema – Gut durch die Zeit) geführt, der → hier anzuhören ist.

Zu diesem Thema vgl. auch den → Beitrag vom 27.4.2015

Quelle und weitere Informationen:
Trenczek, T.: Aufgaben, Funktion und Kompetenzen von Mediatoren; Kap. 2.12 in Trenczek et al. (Hrg.) Handbuch Mediation und Konfliktmanagement; Nomos, Baden-Baden 2017, S. 182 ff.

© SIMK/Trenczek

Konferenz des BMJV am 22.10.2021 – Reform der Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) wird voraussichtlich noch im Jahr 2021 ein Eckpunktepapier zur Reform der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (→ Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung – ZMediatAusbV; zum bisherigen Stand siehe → hier) vorlegen. Das kündigte Dr. Larissa Thole, zuständige Referatsleiterin für Mediation, Schlichtung und Internationale Konflikte in Kindschaftssachen, auf der Online-Konferenz des BMJV am 22.10.2021 vor den geladenen Teilnehmer*innen an. So sollen die 120 Stunden Ausbildung um 10 Stunden (Digitalkompetenz) auf 130 Stunden erweitert werden. Auch die in § 2 Absatz 4 ZMediatAusbV geregelten Präsenzausbildungsstunden sollen näher präzisiert werden.
Zudem soll auch die Zahl der nachzuweisenden praktischen Fälle erhöht werden. Nach derzeitiger Rechtslage ist es für die Zertifizierung ausreichend, dass eine Einzelsupervision (→ s. hierzu) einer selbst durchgeführten Mediation nachgewiesen wird. Darüber hinaus müssen im Rahmen der Fortbildungspflicht innerhalb der darauffolgenden zwei Jahren vier weitere Mediationen mit anschließender Supervision durchgeführt werden. Der Ausschuss Außergerichtliche Streitbeilegung der Bundesrechtsanwaltskammer hatte hierzu vorgeschlagen, die vier Praxisfälle künftig vorzuziehen und zur Voraussetzung der Zertifizierung zu machen. Schließlich soll auch der Begriff der Einzelsupervision i.S.v. § 4 Abs. 1 ZMediatAusbV definiert werden. Ausbildungsinstituten soll es danach künftig freistehen, ob eine Einzelsupervision im Vier-Augen-Setting oder in einer Gruppe von Supervisand:innen durchgeführt wird.

Die nächste und vorerst letzte Konferenz des BMJV soll in dem bewährten Format (online, Einladungtagung) am 16.11.2021 stattfinden.

Quelle: BMJV sowie Centrale für Mediation vom 25.10.2021  

 

Wahlen 2021 – Persöhnliche Wahlempfehlung

Am 12.09.2021 sind Regionalwahlen und am 26.09.2021 finden die Wahlen zum Bundestag statt.
Für mich gute Gründe, Grün zu wählen: eine Werte basierte, klar am Grundgesetz ausgerichtete

  • Rechts- und Innenpolitik (Rechtsstaatlichkeit, Menschen- und Bürgerrechte, …)
  • Klima- und VerkehrspolitikDatei:Bündnis 90 - Die Grünen Logo.svg
  • Europa- und Außenpolitik
  • Bildungspolitik und
  • Politik für mehr soziale und Generationen-Gerechtigkeit

Für mutige, notwendige wie vernünftige Entscheidungen auf regionaler wie Bundesebene! Wir haben die Wahl!

Alles Weitere nachzulesen im → Grünen-Grundsatzprogramm und im Grünen-Wahlprogramm sowie unter → Gruene.de

Prof. Trenczek ist aktives Mitglied der Partei der Grünen aus inhaltlicher persönlicher wie fachlicher Überzeugung.Logo der European Greens